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| | Vere Clémentine de | | soprano | 
| Ausbildung in Paris und in Florenz bei Frau Albertini-Baucardé. Mit 16 Jahren debütierte sie 1880 in Florenz als Königin Marguerite de Valois in den 'Hugenotten' von Meyerbeer; am Teatro Comunale Florenz trat sie 1880 als Philine in 'Mignon' von A.Thomas auf. Bereits 1880 sang sie an der Grand Opéra Paris die Marguerite de Valois, an der sie 1981 als Mathilde in 'Wilhelm Tell' von Rossini, als Gräfin in 'Le Comte Ory' vom gleichen Meister, als Inez in Meyerbeers 'Africaine, als Isabella in dessen 'Robert le Diable' und als Zerline im 'Don Giovanni' große Erfolge hatte. In den folgenden Jahren entfaltete sie eine eifrige Gastspieltätigkeit in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, England und Mexiko. 1884 trat sie in Buenos Aires auf, 1897 an der Covent Garden Oper London (als Susanna in 'Nozze di Figaro', 1900 dort als Aida). 1903 gab sie in Berlin ein sehr erfolgreiches Konzert unter Ernst von Schuch. 1889 gastierte sie New York als Lucia di Lammermoor, 1896 sang sie dort in einem viel beachteten Konzert zusammen mit David Bispham. 1897 debütierte sie an der New Yorker Metropolitan Oper als Ophélie im 'Hamlet' von Thomas. Während vier Spielzeiten sang sie dort bis 1901 zahlreiche Partien aus dem italienischen und französischen Koloraturrepertoire, darunter die Violetta in 'La Traviata', die Susanna in 'Nozze di Figaro', die Gilda im 'Rigoletto', die Marguerite de Valois in den 'Hugenotten', die Marguerite im 'Faust' von Gounod, die Inez in 'L'Africaine', aber auch schwerere Partien wie die Elsa im 'Lohengrin', die Donna Elvira im 'Don Giovanni' und die Rachel in 'La Juive' von Halévy. Seit 1892 war sie mit dem Dirigenten Romualdo Sapio (1858-1943) verheiratet. 1902 unternahm sie eine Gastspieltournee durch Australien; sie sang dann in England mit der Moody Manners Opera Company. 1912 eröffnete sie in New York ein Vokalstudio, das sie bis kurz vor ihrem Tod leitete.\n Schallplatten: Sie sang 1898 vier Bettini-Zylinder; dann ließ sie erst wieder 1914, also nach Beendigung ihrer Bühnenkarriere, einige Titel auf Edison aufnehmen. Von diesen Aufnahmen kann allenfalls eine Arie aus der Oper 'Maritana' von V.Wallace eine Vorstellung von der ungewöhnlichen Qualität ihrer Stimme vermitteln.\n |
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