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| Friedmann Gérard | tenore | 
Nachdem er seine erste Ausbildung bei A.Talifert in Paris erhalten hatte, wurde er am dortigen Conservatoire National Schüler von Charles Panzéra und Roger Bourdin. Er war in erster Linie Konzertsänger, trat vor allem oft als Liedersänger in Erscheinung und wirkte in Sendungen des französischen Rundfunks (hier auch in Opernaufführungen) mit. Er erschien aber auch immer wieder auf der Bühne, so beim Festival von Aix-en-Provence, wo er 1955 den Don Curzio in 'Nozze di Figaro' übernahm. 1967 hörte man ihn am Opernhaus von Straßburg, 1974 beim Festival von Orange (einer der Juden in 'Salome' von R.Strauss), 1978 an der Oper von Nancy und 1982 an der Opéra-Comique Paris (als Spalanzani in 'Hoffmanns Erzählungen'). Bei den Salzburger Festspielen sang er in den Jahren 1980-82 den Spalanzani und den Nathanael in dieser Oper von Offenbach, ebenso 1982 am Opernhaus von Lyon. 1983 gastierte er an der Opéra de Wallonie Lüttich als Torquemada in 'L'Heure espagnole' von Ravel; 1985-86 war er an der Oper von Marseille, 1988 an der Grand Opéra Paris anzutreffen; er gastierte in Wien, Berlin und Genf und trat an Bühnen in der französischen Provinz auf. 1954 wirkte er am Théâtre des Champs-Élyées Paris in der konzertanten Uraufführung der Oper 'L'Ange de Feu' von Prokofieff mit. Seit 1970 war er Professor und Pädagoge am Konservatorium von Metz. Aus seinem Repertoire für die Bühne sind noch mehrere kleinere Charakterpartien hervorzuheben, die er meisterhaft vorzutragen verstand, darunter der Brahmane in 'Padmâvâti' von Roussel, der Dr. Cajus im 'Falstaff' von Verdi und die Öffentliche Meinung in der Offenbach-Operette 'Orphée aux Enfers'.\n Von seiner Stimme sind zahlreiche Schallplattenaufnahmen vorhanden. Sie erschienen bei Pathé ('Nozze di Figaro' aus Aix-en-Provence), HMV ('Manon Lescaut' von Auber), Véga ('L'Ange de Feu'), DGG ('Samson et Dalila' von Saint-Saëns), Erato ('Pénélope' von Gabriel Fauré, 'Le Roi Arthus' von E.Chausson), Rodolphe Records ('Catarina Cornaro' von Donizetti), Ducretet-Thomson (Te Deum von Lully), Solstice ('Les Caprices de Marianne' von Sauguet), Archives sonores de la Musique sacrée (Messen von M.A. Charpentier), DCA (Lieder und Duette von Gabriel Fauré zusammen mit Charlotte Lehmann).\n |
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