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Biasini Piero
baritono

Nach seinem Debüt im Jahre 1924 trat er zuerst an kleineren italienischen Theatern auf. 1927-30 und nochmals 1934 hatte er sehr große Erfolge an der Italienischen Oper in Holland. Hier übernahm er Partien wie den Jago in Verdis 'Othello', den Don Carlos in 'La forza del destino', den Rigoletto, den Scarpia in 'Tosca' und hatte besondere Erfolge als Vater in 'Louise' von Charpentier mit Partnerinnen wie Giuseppina Cobelli und Gilda Dalla Rizza. 1932 wurde er an die Mailänder Scala berufen, wo er in der Partie des Albert in Massenets 'Werther' debütierte. Bis 1940 sang er regelmäßig an der Scala und trat dort nochmals in den Jahren 1944 und 1950 auf. Von den Partien, die er an der Scala übernahm, seien der Belcore in 'Elisir d'amore', der Marcello in 'La Bohème', der Figaro in 'Nozze di Figaro', der Lescaut in Puccinis 'Manon Lescaut', der Albert im 'Werther' von Massenet, der Mercutio im 'Faust' von Gounod, der Don Giovanni und der Vater in 'Hänsel und Gretel' von Humperdinck genannt. 1932 wirkte er an der Scala in der Uraufführung der Oper 'Una Partita' von R.Zandonai mit. 1933 trat er beim Maggio musicale Florenz als Cinna in 'La Vestale' von Spontini (mit der großen Primadonna Rosa Ponselle zusammen), 1941 als Marcello in 'La Bohème' auf, 1932 an der Oper von Monte Carlo als Rigoletto, am Teatro Comunale Florenz bereits 1930 als Germont-père in 'La Traviata'. 1937 sang er an der Londoner Covent Garden Oper den Ford in Verdis 'Falstaff', den Malatesta im 'Don Pasquale' und den Ping in 'Turandot'. 1939-42 war er regelmäßig an der Oper von Rom zu hören (u.a. als Belcore in 'Elisir d'amore'), am Teatro Comunale Bologna 1940 als Graf in 'Nozze di Figaro' und als Jack Rance in 'La Fanciulla del West' von Puccini (und 1950 bei seinem Bühnenabschied als Germont-père).Bei den Festspielen von Salzburg der Jahre 1935-39 trat er gleichfalls als Ford (zum Teil unter der Leitung von A.Toscanini) auf. 1948 gastierte er an der Wiener Staatsoper als Germont-père und als Amonasro, 1949 am Théâtre de la Monnaie Brüssel. Nach Abschluß seiner Sängerkarriere im Jahre 1950 lebte er als Gesanglehrer in Mailand. Schallplatten der Marken HMV (Alfio in vollständiger Oper 'Cavalleria rusticana' von 1930) und Allegro Royale (Ausschnitte aus 'Nozze di Figaro'). Mitschnitt von Verdis 'Falstaff' aus Salzburg (Toscanini Edition).

 

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