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| | Pernet André | | basso |   
| Er machte den Ersten Weltkrieg als Offizier in der französischen Armee mit. Nach Kriegsende studierte er zuerst Jura, ließ dann aber seine Stimme ausbilden. Schüler des Conservatoire National de Paris, u.a. von André Gresse. Er debütierte 1921 an der Oper von Nizza als Vitellius in "Hérodiade" von Massenet. Er sang in den folgenden sieben Jahren an französischen Provinzbühnen, u a. in Cannes, Straßburg, Deauville, Toulouse und Genf, und wurde erst 1928 an die Grand Opéra Paris berufen. Jetzt galt er bald als einer der bedeutendsten französischen Sänger seines Stimmfachs. Am 15.5.1929 sang er an der Grand Opéra in der Uraufführung von "Persée et Andromède" von J.Ibert, am 21.3.1935 in der von "Le marchand de Venise" von Reynaldo Hahn (als Shylock), am 10.3.1936 in "Oedipe" von George Enesco, am 5.1.1932 in der Uraufführung der Oper "Maximilien" von Darius Milhaud, am 22.6.1933 in "Vercingétorix" von J.Canteloube, am 28.5.1934 in "Roland et le mauvais garçon" von Henri Rabaud. 1931 verließ er für eine Spielzeit die Grand Opéra wegen Auseinandersetzungen mit der Direktion über seine Gage und sang dann 1931-32 nur an der Opéra-Comique, worauf der Konflikt beigelegt wurde. Zu seinen großen Partien gehörten der Mephisto im "Faust" von Gounod, der Boris Godunow, der Don Giovanni und der Titelheld in "Don Quichotte" von Massenet. André Pernet gastierte in Amsterdam (1932 in "Hoffmanns Erzählungen" unter Pierre Monteux) und Brüssel, in London und Monte Carlo und war auch in Nordamerika erfolgreich. Als Partner von Grace Moore und Georges Thill sang er in einer Verfilmung von Charpentiers "Louise" die Partie des Vaters, während der Komponist selbst als Dirigent mitwirkte. Bis 1948 blieb er Mitglied der Grand Opéra und der Opéra-Comique Paris. Seit 1949 lebte er, zuletzt völlig gelähmt, in Paris.Seine Stimme ist auf Odeon und HMV zu hören. Auf Columbia sang er in einer Kurzfassung von "Louise" sowie in "Hoffmanns Erzählungen". |
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