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| | Taillon Jocelyne | | soprano | 
| Sie war Schülerin von Suzanne Balguerie und von Germaine Lubin in Paris und gewann 1966 den ersten Preis beim Gesangwettbewerb von Monte Carlo. Sie wurde zunächst als Konzertsopranistin bekannt. 1968 erfolgte ihr Bühnendebüt am Opernhaus von Bordeaux in "Ariane et Barbe-Bleue" von Dukas. An der Oper von Genf trat sie in "Macbeth" von Ernest Bloch auf; sie sang weiter bei den Festspielen von Aix-en-Provence, in Madrid, an der Oper von Nantes und in Marseille. In Madrid und in Paris hatte sie in Konzerten und bei Liederabenden sehr große Erfolge. 1970 sang die Künstlerin beim Holland Festival, 1971 bei den Festspielen von Glyndebourne die Geneviève in "Pelléas et Mélisande" von Debussy. Im gleichen Jahr gastierte sie am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. 1971-72 trat sie bei den Festspielen von Salzburg in "Il Sant' Alessio" von Stefano Landi auf, 1980-82 sang sie dort in "Hoffmanns Erzählungen", 1986 die Marcellina in "Figaros Hochzeit". 1973 erfolgte ihr Debüt an der Grand Opéra Paris als Ines im "Troubadour", wo sie dann als Geneviève in "Pelléas et Mélisande", als Marthe im "Faust", als Soeur Marie in "Dialogues des Carmélites" von Fr. Poulenc und als Quickly in Verdis "Falstaff" auftrat. 1977 wirkte sie an der Grand Opéra in Aufführungen der Monteverdi-Oper "L'Incoronazione di Poppea" mit. Auch an der Opéra-Comique in Paris kam sie zu einer erfolgreichen Karriere. 1979 folgte sie einem Ruf an die Metropolitan Oper New York, an der sie als Cieca in "La Gioconda" von Ponchielli debütierte. In den folgenden Spielzeiten sang sie dort die Geneviève, die Anna in "Les Troyens" von Berlioz, die Quickly im "Falstaff" von Verdi und die Erda im Nibelungenring. 1983-84 Gastspiele am Grand Théâtre Genf, 1990 bei den Festspielen von Orange als Marthe im "Faust" von Gounod, an der Oper von Nantes in "Le Roi l'a dit" von Delibes, 1991 in "Pénélope" von Gabriel Fauré. 1991 sang sie an der Oper von Marseille die Auntie in "Peter Grimes" von B.Britten, 1993 beim Festival Alter Musik in Innsbruck die Amme in Monteverdis "Ulisse", 1995 an der Deutschen Oper Berlin die Priorin in "Dialogues des Carmélites" von Fr. Poulenc.Schallplatten: Auf HMV sang sie in einer integralen Aufnahme von Rossinis "Wilhelm Tell", in Gounods "Faust" die Marthe, die Mérope in "Oedipe" von Enescu und die Stimme der Mutter in "Hoffmanns Erzählungen" sowie mehrere Partien in "L'Enfant et les sortilèges" von Ravel. Die Geneviève sang sie in vollständigen Aufnahmen von "Pelléas et Mélisande" für Eurodisc und RCA-Erato; auf Erato auch in "Pénélope" von G.Fauré, auf Legendary Records in "Incoronazione di Poppea", auf Harmonia mundi in "Il ritorno d'Ulisse" von Monteverdi, auf Decca in Aubers "Le Domino noir" zu hören. |
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