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Ljungberg Göta
soprano

Sie sang bereits als Kind von acht Jahren vor der schwedischen Königin. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Königlichen Musikakademie Stockholm bei Gillis Bratt, dann bei Mme Charles Cahier und schloß diese bei Fergusson in London, bei Vittorio Vanza in Mailand und bei Louis Bachner und Oscar Daniel in Berlin ab. Sie debütierte 1918 an der Königlichen Oper Stockholm als Gutrune in der "Götterdämmerung" und als Elsa im "Lohengrin" und blieb bis 1926 Mitglied dieses Opernhauses, an dem sie bis 1937 noch alljährlich gastierte. 1920 hatte sie an der Stockholmer Oper einen besonderen Erfolg als Myrtocle in der schwedischen Erstaufführung der Oper "Die toten Augen" von E. d'Albert. Sie debütierte mit sensationellem Erfolg 1924 an der Covent Garden Oper London als Salome von Richard Strauss. Sie trat immer wieder an diesem Haus auf, so auch am 25.6.1929 in der Uraufführung der Oper "Judith" von Goossens, in der sie die Titelrolle kreierte. Seit 1928 gastierte sie fast alljährlich bei den Festspielen in der Waldoper von Zoppot, wo man sie als Eva in den "Meistersingern", als Brünnhilde im Nibelungenring und als Kundry im "Parsifal" erlebte. Seit 1926 war sie an der Berliner Staatsoper engagiert. Hier hatte sie bis 1932 in ihren Wagner-Partien, aber auch als Toca und als Santuzza in "Cavalleria rusticana" ihre Erfolge. In Berlin trat sie auch in Operetten und Musicals, u.a. am Großen Schauspielhaus 1929 in der Uraufführung der Operette "Die drei Musketiere" von Ralph Benatzky, auf. In den Jahren 1931-35 war sie Mitglied der Metropolitan Oper New York, an der sie als Sieglinde in der "Walküre" debütierte. Sie sang dort am 14.2.1934 in der Uraufführung der Oper "Merry Mount" von Howard Hanson (als Lady Marigold Sandys) und hatte ihre größten Erfolge an diesem Haus als Isolde und als Brünnhilde sowie 1932 in der (späten!) Premiere der Richard Strauss-Oper "Elektra" als Chrysothemis (mit Gertrude Kappel in der Titelrolle). Zu den Partien, die sie an der Metropolitan Oper zum Vortrag brachte (insgesamt in fünf Spielzeiten 13 Partien in 33 Vorstellungen), gehörten die Gutrune, die Elisabeth im "Tannhäuser", die Eva in den "Meistersingern", die Kundry, die Salome von Richard Strauss und die Tosca. Sie gastierte an verschiedenen anderen Opernhäusern in den USA; 1935 gab sie an der Metropolitan Oper ihre Abschiedsvorstellung. Als Konzertsolistin trat sie in Nordamerika, in den skandinavischen Ländern und 1928 in Holland in Erscheinung. Nach Abschluß ihrer Bühnenkarriere wirkte sie am New York College of Music als Pädagogin, kehrte aber später wieder in ihre schwedische Heimat zurück. Sie war 1922-29 verheiratet mit dem schwedischen Regisseur Harry Stangenberg (1893-1941). 1932 wurde sie mit dem schwedischen Orden "Litteris et artibus" ausgezeichnet.Groß dimensionierte, dramatische Sopranstimme, im Wagner-Repertoire, aber auch als Salome und als Elektra und in anderen dramatischen Partien ausgezeichnet. Nicht zuletzt wirkte sie auf der Bühne durch die Schönheit ihrer Erscheinung und durch die Intensität ihrer Darstellung.Schallplattenaufnahmen ausschließlich auf HMV (seit 1924), darunter Szenen aus "Tristan", "Rheingold", "Die Walküre" und "Götterdämmerung".

 

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