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| | Bierbach Franz | | basso | 
| Er erhielt seine Ausbildung zum Sänger an der Musikakademie in Wien und war dort in den Jahren 1945-56 an der Volksoper engagiert. 1956 wechselte er an die Wiener Staatsoper, der er bis 1968 angehörte. Hier sang er über 80 Opernpartien, zumeist kleinere und mittlere Rollen, und galt als ein ganz unentbehrliches Ensemblemitglied. Von den zahlreichen Partien, die er gesungen hat, seien der Antonio in 'Figaros Hochzeit', der 2. Geharnischte in der 'Zauberflöte', der Kuno im 'Freischütz', der Lord Syndham in 'Zar und Zimmermann' von Lortzing, der Herr Reich in Nicolais 'Lustigen Weibern von Windsor', der Reinmar von Zweter im 'Tannhäuser', der Polizeikommissar im 'Rosenkavalier', der Mönch in Verdis 'Don Carlos', der Onkel Bonze in 'Madame Butterfly', der Micha in Smetanas 'Verkaufter Braut', der Alcindor in Puccinis 'La Bohème' und der Teiresias in 'Oedipus Rex' von Strawinsky genannt. Gelegentlich übernahm er auch größere Partien wie den Gremin im 'Eugen Onegin' von Tschaikowsky, den Kontschak in 'Fürst Igor' von Borodin oder den Ferrando im 'Troubadour'. In den Jahren 1950-56 wirkte er bei den Salzburger Festspielen mit. Hier sang er 1950 den Haushofmeister im 'Capriccio' von R.Strauss, 1951-52 den Herold in Verdis 'Othello', 1951-52 und 1955-56 den 2. Geharnischten in der 'Zauberflöte', 1953 den Polizeikommissar im 'Rosenkavalier', 1953 den Bischof von Feltre in 'Palestrina' von Hans Pfitzner, 1954-55 eine kleine Rolle in 'Ariadne auf Naxos' von R.Strauss. Er wirkte in Salzburg in den Uraufführungen der Opern 'Die Liebe der Danaë' von Richard Strauss (14.8.1952 als einer der Könige) und 'Irische Legende' von Werner Egk (17.8.1955 als Verwalter) mit und trat mehrfach in Konzerten (Mozart-Messen) dort auf. Mit dem Ensemble der Staatsoper Wien gastierte er u.a. 1953 an der Grand Opéra Paris sowie 1962 an der Mailänder Scala (als Hans Schwarz in den 'Meistersingern'). Neben seinem Wirken auf der Bühne war er auch ein angesehener Konzert- und Oratoriensolist. Er singt seine kleinen Partien auf vielen Schallplattenaufnahmen von integralen Opern, vor allem auf der Marke Decca ('Rosenkavalier', 'Meistersinger', 'Salome', 'Freischütz', 'Zigeunerbaron'), aber auch auf Columbia (Polizeikommissar im 'Rosenkavalier'), EMI ('Fidelio'), Fonit-Cetra ('Rosenkavalier', 'Zauberflöte', Salzburg 1951), Bruno Walter Society ('Othello', Salzburg 1951). |
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