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| | Müller Julius | | baritono | 
| Er wurde durch Georg Brandes ausgebildet, studierte dann am Frankfurter Konservatorium Gesang und Violinspiel und begann seine Bühnenlaufbahn 1883 in Breslau. 1884-85 war er am Stadttheater von Stettin, 1885-86 am Hoftheater von Neustrelitz engagiert. 1886 wurde er an das Hoftheater von Wiesbaden berufen, wo er im "Trompeter von Säckingen" von Nessler debütierte. Dort wie auch bei Gastspielen an anderen deutschen Bühnen trat er vor allem als Heldenbariton in Erscheinung: als Titelheld im "Don Giovanni", als Papageno in der "Zauberflöte", als Graf Almaviva in "Figaros Hochzeit", als Kühleborn in Lortzings "Undine", als Jäger im "Nachtlager von Granada" von C.Kreutzer, vor allem aber im Wagner-Repertoire (Fliegender Holländer, Telramund im "Lohengrin", Wolfram im "Tannhäuser", Kurwenal im "Tristan", Wotan im Nibelungenring). Als Kaiser Wilhelm II. 1896 einer Galavorstellung des "Fliegenden Holländers" in Wiesbaden beiwohnte, in der der Künstler die Titelpartie gestaltete, ernannte er ihn noch im Theater zum Kammersänger. |
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