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| | Meyen Sabine | | soprano | 
| Ihre Ausbildung erhielt sie am Klindworth-Schwarwenka-Konservatorium Berlin. 1916 debütierte sie an der Oper von Hamburg, wo sie in der ersten Spielzeit in Donizettis "Regimentstochter", in den "Lustigen Weibern von Windsor" von Nicolai, in "Si j'étais Roi" von Adam und ihre große Paraderolle, die Königin der Nacht in der "Zauberflöte", sang. Später trat sie vor allem an der Berliner Staatsoper auf. Bei der Eröffnung der Oper nach deren Umbau 1928 sang sie die Königin der Nacht in der "Zauberflöte" in einer Gala-Vorstellung in Anwesenheit von Präsident Hindenburg. Sie wirkte am 6.5.1930 an der Berliner Staatsoper in der Uraufführung der Oper "Christoph Columbus" von Darius Milhaud (in deutscher Sprache) mit. An der Städtischen Oper Berlin gestaltete sie die gleiche Rolle unter Bruno Walter; auch an der Wiener Staatsoper, an der Nationaloper von Sofia und in den skandinavischen Staaten war sie zu Gast, ebenso an führenden deutschen Bühnen. Ihre Konzertlaufbahn eröffnete sie mit einem glanzvollen Konzert zusammen mit den Berliner Philharmonikern im Jahre 1918. Danach große Erfolge als Konzert- und Liedersängerin. Bei ihren Liederabenden wurde sie oft von ihrem Gatten, dem Juristen und Pianisten Dr. Herbert Jessel, begleitet. Als Jüdin konnte sie nach 1933 kaum mehr auftreten, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gelang es ihr, 1939 nach England zu flüchten, wo sie in Woking (Surrey) ihren Wohnsitz nahm und sich pädagogisch betätigte.Die Stimme der Künstlerin, ein brillant geführter, technisch souveräner Koloratursopran, der namentlich im Mozart-Repertoire glänzte, hat eine Anzahl schöner Schallplattenaufnahmen hinterlassen: fünf akustische Polydor-Platten, davon vier mit Mozart-Arien; elektrische Aufnahmen auf HMV (Kurzoper "Martha"), Polydor (Kurzoper "Barbier von Sevilla"), Telefunken (Ausschnitte aus "Die Geisha" von S.Jones). |
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