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Wohlbrück-Marschner Marianne
soprano [ 1806 - 1854 ]

Sie war eine Tochter des vor allem in Leipzig tätigen Schauspielers und Regisseurs Johann Gottfried Wohlbrück (1770-1822), der auch als Librettist bekannt war und u.a. die Textbücher zu den Opern "Alimelek" von Meyerbeer und "Athalia" von Poissl verfaßt hatte. Auch ihre Brüder Gustav Friedrich Wohlbrück (1793-1848), Ludwig August Wohlbrück, Friedrich Eduard Wohlbrück (*1808) und August Wilhelm Wohlbrück (1794-1848) waren als Schauspieler bekannt. Der letztgenannte Bruder August Wilhelm Wohlbrück war zugleich ein begabter Schriftsteller und wurde der Librettist des Komponisten Heinrich Marschner (1795-1861); er verfaßte die Textbücher zu dessen Opern "Der Vampyr", "Der Templer und die Jüdin" und "Der Bäbu". Marianne Wohlbrück begann ihre Karriere im jugendlichen Alter und wurde zuerst an das Deutsche Theater Prag engagiert, sang dann 1822-24 am Hoftheater von Darmstadt, anschließend am Stadttheater von Danzig und 1827-28 am Opernhaus von Leipzig. Sie gastierte u.a. 1822 am Hoftheater von Hannover, 1829 am Hoftheater von Weimar. 1826 heiratete sie Heinrich Marschner in dessen dritter Ehe (nachdem seine beiden ersten Ehefrauen gestorben waren). Die Sängerin, die als aparte Schönheit galt, wurde zum "guten Engel" des Komponisten (wie dieser sich selbst ausdrückt) und unternahm nach der Heirat mit ihm zusammen eine große Konzertreise, die beiden in Berlin, Breslau, Magdeburg und Danzig wie in Städten in West- und Süddeutschland große Erfolge eintrug. 1827 folgte die Sängerin einem Ruf des Intendanten Küstner an das Opernhaus von Leipzig. Dort wurde 1828 "Der Vampyr" zur Uraufführung gebracht (an der Marianne Marschner-Wohlbrück jedoch nicht teilnahm). 1830 ging das Künstlerehepaar nach Hannover, wo Marschner zum Hofkapellmeister ernannt wurde. Seine Gattin beschränkte ihre Tätigkeit mehr und mehr auf den Konzertgesang und widmete sich dafür dem Schaffen ihres Ehemannes. 1836 trat sie zusammen mit diesem in Kopenhagen auf. Ihre großen Bühnenpartien waren die Konstanze in der "Entführung aus dem Serail", die Agathe im "Freischütz" von Weber, die Rebecca in "Der Templer und die Jüdin" von Marschner, die Malvine in dessen "Vampyr", die Giulia in "La Vestale" von Spontini, die Statira in "Olympia" vom gleichen Komponisten und die Anaide in "Tancredi" von Rossini. 1854 starb sie, tief betrauert von ihrem Gatten, in Hannover. (Dieser ging später noch eine vierte Ehe mit der Sängerin Therese Janda /1827-84/ ein). -- Eine Schwester der Sängerin, Louise Wohlbrück, debütierte 1814 an der Münchner Hofoper als Joas in "Athalia" von Poissl. Sie war bis Mitte der zwanziger Jahre zumeist mit ihrer Schwester zusammen engagiert, u.a. in Prag und am Hoftheater von Darmstadt. Sie sang Partien wie die Giulia in "La Vestale" von Spontini, die Titelrolle in Rossinis "Tancredi", trat aber mehr und mehr als Schauspielerin in Erscheinung.

 

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