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| | Raphael Mark | | baritono | 
| Er war der Sohn streng jüdischer Eltern, sein Vater Barnet Fürstenfeld starb wenige Wochen nach seiner Geburt. 1909 wurde er als Knabe in den Chor der Great Synagogue Duke's Place London aufgenommen und durch dessen Leiter Samuel Alman unterrichtet. 1910 sang er zusammen mit dem berühmten Kantor und Tenor Gerson Sirota ein Duett in der Great Assembly Hall und im Olympia Theatre London. 1912 übernahm er eine kleine Rolle in der Oper "King Ahaz", die sein Lehrer Alman komponiert hatte und im Yiddish People's Theatre London zur Aufführung brachte. Nach einem kurzen Dienst als Soldat in der englischen Armee 1918 kam es zur seriösen Ausbildung seiner Stimme. Er war Schüler von Raimund von Zur Mühlen in London, von Henri Albers in Paris und von Emilio Piccoli in Mailand. 1921 gab er unter dem Namen Mark Henry Raphael ein erstes erfolgreiches Konzert in der Londoner Wigmore Hall, in dem er auch von ihm selbst komponierte Lieder vortrug, dem dann eine Reihe ähnlicher Konzertveranstaltungen folgten. So gab er 1925 in der Wigmore Hall ein Gedächtniskonzert für Gabriel Fauré. Man bewunderte namentlich seinen Liedvortrag; einerseits stand das deutsche Kunstlied von Schubert, Schumann, Johannes Brahms, Hugo Wolf und Robert Franz im Mittelpunkt seiner Programme, anderseits galt er als ein vortrefflicher Interpret des französischen Liedschaffens von Massenet, Duparc, Reynaldo Hahn und Gabriel Fauré. Er sang den Zyklus "Nuits d'été" von A.Honegger in der ersten Aufführung des Werks in England. Er widmete sich aber auch gern dem Vortrag altitalienischer Arien. Konzertreisen brachten ihm in England wie auch auf internationaler Ebene große Erfolge; so erschien er als Liedersänger u.a. in Wien und in Frankfurt a.M. Bereits 1925 trat er im englischen Rundfunk BBC auf, wo er dann gleichfalls eine langjährige Karriere hatte. Dagegen konnte er aus gesundheitlichen Gründen keine Bühnenlaufbahn einschlagen und wirkte nur einmal am Lyric Theatre London in Aufführungen der "Beggar's Opera" mit. 1961-74 war er als Pädagoge am Londoner Royal College of Music London tätig, zugleich leitete er den Chor der West London Reform Synagogue. Er komponierte selbst Lieder auf Texte englischer Dichter und jüdische religiöse Vokalmusik.Schallplatten: HMV (Lieder von Hugo Wolf), Columbia. |
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