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| | Kistenmacher Arthur | | tenore | 
| Sein Vater war ein Stettiner Großhandelskaufmann. Er studierte Kunst- und Musikgeschichte sowie Philosophie an der Universität von Freiburg i. Br. Er konzentrierte sich dann jedoch auf das Musikstudium, das bei Reinecke, Lorentz, Humperdinck und Nicodé stattfand. Er wurde Konzertpianist und betrieb dazu das Gesangstudium bei Hermann Gura und bei Frau Stolzenberg-La Porte in Berlin. Weitere Studien bei den Gesangspädagogen Ricci, Rossi und de Vanza in Mailand. 1905 reiste er als Konzertbegleiter mit dem berühmten Cellisten Pablo de Sarasate, 1907-08 arbeitete er in New York als Korrepetitor des nicht weniger berühmten Tenors Enrico Caruso. Er gab Konzerte in Italien, in der Schweiz und in Frankreich und begann in der Spielzeit 1910-11 eine Bühnenkarriere als lyrischer Tenor am Stadttheater von Osnabrück. Er sang darauf am Stadttheater von Luzern, 1911-13 am Stadttheater von Zürich und gastierte in der Saison 1913-14 auch an der Mailänder Scala. 1915-16 war er am Hoftheater von Weimar, 1916-17 in Hamburg und in Bremen zu hören. 1918-21 leitete er als Intendant das Stadttheater von Wilhelmshaven, das Kurtheater auf Norderney und das Theater von Lüdenscheid. 1921 trat er gastweise an der Berliner Staatsoper auf und wurde dann als Operettentenor an das Berliner Metropol-Theater verpflichtet. Rundfunksendungen, Filmauftritte, eine Tätigkeit im pädagogischen Bereich und nicht zuletzt als Komponist von Liedern, Klavierstücken, Unterhaltungs- und Filmmusik kennzeichnen die vielseitige Karrie des Künstlers. |
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