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| Frege Livia | soprano | 
Die Sängerin, die eigentlich Livia Gerhard hieß, wurde in Leipzig durch den Pädagogen Pohlenz ausgebildet. Im Juli 1832 gab sie ihr erstes Konzert im Leipziger Gewandhaus zusammen mit der damals erst am Anfang ihrer Karriere stehenden Pianistin Clara Wieck-Schumann. Obwohl sie bei diesem Debüt nur 14 Jahre alt war, sang sie fortlaufend in den Gewandhauskonzerten der nächsten Jahre. 1833 debütierte sie auf der Bühne in Leipzig in der Titelrolle der Oper 'Jessonda' von Louis Spohr. Nachdem sie sich in Dresden (wo ihr die berühmte Wilhelmine Schröder-Devrient Ratschläge für ihre Partien erteilte) aufgehalten hatte, erhielt sie 1835 ein Engagement am Königstädtischen Theater Berlin, wo sie als Antrittsrolle die Giulietta in Bellinis 'I Capuleti ed I Montecchi' sang. Zu ihren Bühnenpartien gehörten auch die Alice in 'Robert le Diable' von Meyerbeer, die Amazili in 'Fernand Cortez' von Spontini, die Anna in 'Hans Heiling' von H.Marschner und die Rosina im 'Barbier von Sevilla'. Obwohl sie in Berlin größte Erfolge hatte, nahm sie im folgenden Jahr 1836 als Donna Elvira im 'Don Giovanni' von der Bühne Abschied und heiratete den Juristen Dr. Woldemar Frege, mit dem sie in Leipzig wohnte. Sie sang seitdem nur noch in Konzerten; ihr Haus in Leipzig war der Mittelpunkt eines musikbegeisterten Freundeskreises, der sich um sie und um den berühmten Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy gesammelt hatte. Mendelssohn legte großen Wert auf den Rat der Sängerin, die seine Lieder sang, bevor er sie der Öffentlichkeit übergab. Er schrieb an einen Freund nach London: 'Sie kennen meine Lieder nicht; kommen Sie nach Leipzig und hören Sie Mme Frege, und Sie werden verstehen, was ich in ihnen ausdrücken wollte.' Die Stimme der Künstlerin wird als nicht besonders groß, aber mit seltener Ausdrucksfähigkeit und einem unnachahmlichen Stilempfinden begabt, geschildert.\n |
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