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| | Fleischer Arthur | | baritono | 
| Er erhielt seine Ausbildung am Konservatorium von Wien und hatte nacheinander folgende Engagements: 1906-09 an der Komischen Oper Berlin, 1909 am Raimund Theater Wien, 1910-14 am Hoftheater von Hannover. Hier studierte er weiter bei Hans Emge und sang darauf 1914-21 an der Wiener Volksoper, 1921-23 an der Staatsoper Dresden, 1924-27 an der Staatsoper Berlin. Er lebte dann gastierend in Wien, hatte aber nochmals 1932-33 ein Gastengagement am Theater von Graz. Er gab Gastspiele am Opernhaus von Leipzig (1907), an der Hofoper Dresden (1909), am Deutschen Theater Prag (1919 und 1920) und an der Wiener Staatsoper (1919, 1920, 1925). 1927 trat er in Madrid auf; er bereiste Holland, Italien und Finnland. Seine Hauptrollen waren: der Titelheld in 'Figaros Hochzeit', der Pizarro im 'Fidelio', der Wolfram im 'Tannhäuser', der Telramund im 'Lohengrin', der Wotan in der 'Walküre', der Hans Sachs in den 'Meistersingern', der Sebastiano in 'Tiefland' von d'Albert, der Valentin im 'Faust' von Gounod, die vier Dämonen in 'Hoffmanns Erzählungen', der Graf Luna im 'Troubadour', der Amonasro in 'Aida' und der Scarpia in 'Tosca'. 1920 wirkte er an der Wiener Volksoper in der deutschen Erstaufführung von Mascagnis 'Lodoletta' mit. Als Jude konnte er seit 1933 nicht mehr in Deutschland, seit 1938 auch nicht mehr in Österreich auftreten und emigrierte in die USA. Dort wirkte auch sein Sohn unter dem Namen Thomas Martin (1910-84) als Dirigent und als Übersetzer von Opern-Libretti (vor allem von Mozart-Opern).\n Schallplatten: Szene aus der autobiographischen Oper 'Intermezzo' von Richard Strauss zusammen mit Grete Merrem-Nikisch auf Polydor (akustisch aufgenommen), Solo-Aufnahmen auf Homochord in akustischer wie in elektrischer Aufnahmetechnik. Mehrere Kurzopern auf Polydor in elektrischer Aufnahmetechnik.\n |
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