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| | Valentino Frank | | baritono | 
| Eigentlicher Name Francis Valentine Dinhaupt; er entstammte einer deutsch-amerikanischen Familie, die bald nach seiner Geburt nach Denver (Colorado) verzog. Er begann seine Ausbildung in Denver, kam dann aber nach Mailand, wo er Schüler von Emilio Piccoli war. Er debütierte 1929 in Italien am Theater von Lago Iseo unter dem Namen Francesco Valentino als Alfonso in "La Favorita" von Donizetti. Er hatte seine ersten großen Erfolge am Teatro Regio von Parma. 1930-40 hörte man ihn oft am Teatro Carlo Felice Genua, in den Jahren 1929-39 auch bei den Festspielen von Verona. Am 1.1.1938 wirkte er an der Mailänder Scala in der Uraufführung der Oper "Margherita di Cortona" von Licinio Refice mit (gleichzeitig sein Debüt an diesem Haus). Am 29.4.1939 sang er beim Maggio musicale Florenz in der Uraufführung der Oper "Re Lear" von Vito Frazzi, am 18.5.1940 in der von Dallapiccolas "Volo di notte". 1938-39 übernahm er beim Festival von Glyndebourne die Titelpartie in Verdis "Macbeth". Während seiner Karriere in Europa gastierte er auch an den Opern von Nizza und Budapest. 1935-37 war er an der Italienischen Oper in Holland zu hören. Nach zehnjähriger Karriere in Europa wurde er 1940 an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittsrolle: Enrico in "Lucia di Lammermoor"), der er länger als zwanzig Jahre -- jetzt unter dem Namen Frank Valentino -- angehörte. Er sang dort in 21 Spielzeiten 26 Partien in 284 Vorstellungen (ohne die Vorstellungen bei den Gastspiel-Tourneen des Ensembles). Seine größten Erfolge hatte er dabei als Marcello in "La Bohème", als Rigoletto, als Alfio in "Cavalleria rusticana", als Sharpless in "Madame Butterfly", als Graf Luna im "Troubadour", als Enrico in "Lucia di Lammermoor" und als Germont-père in "La Traviata". 1952 sang er beim Edinburgh Festival nochmals den Macbeth von Verdi. Er trat gastweise an der San Francisco Opera (1943-52) und in Mexico City auf. 1962 gab er seine Bühnenkarriere auf und wirkte bis 1971 als Pädagoge am Peabody Conservatory of Music.Warm timbrierte, ausdrucksschöne Baritonstimme; auf der Bühne rühmte man nicht zuletzt die Darstellungskunst des Sängers.Von ihm sind Schallplatten auf Columbia, RCA (vollständige "La Bohème" unter Toscanini) und Allegro Royale vorhanden. Auf Robin Hood Records Mitschnitt einer "Bohème"-Aufführung der Metropolitan Oper von 1948. Weitere Metropolitan-Aufführungen auf EJS ("Don Pasquale", 1940, "Bajazzo", 1941), Hope ("Lucia di Lammermoor", 1956), MRF ("Andrea Chénier", 1954), Cetra Opera Live ("Troubadour", 1941), Melodram ("Boris Godunow" 1947). |
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