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Berger Erna
soprano [ 1900 - 1990 ]

Ihre Eltern wanderten nach dem Ersten Weltkrieg nach Paraguay aus.Ihr Vater, der Eisenbahningenieur war, starb dort früh; darauf nahm sie in Montevideo eine Stellung als Hauslehrerin an und kam 1924 wieder nach Deutschland zurück. Nach Überwindung großer Schwierigkeiten konnte sie ihre Stimme bei Hertha Boeckel und bei Melitta Hirzel in Dresden ausbilden lassen. 1925 wurde sie durch Fritz Busch an die Dresdner Staatsoper engagiert, wo sie als einer der drei Knaben in der 'Zauberflöte' debütierte und noch im gleichen Jahr 1925 eine kleine Rolle in der Uraufführung der Oper 'Doktor Faust' von Busoni sang. Am 17.2.1927 sang sie hier die Titelrolle in der Uraufführung von 'Hanneles Himmelfahrt' von Paul Graener. Weiter sang sie an der Dresdner Staatsoper in der Uraufführung der Richard-Strauss-Oper 'Die Ägyptische Helena' (6.11.1928) und in der von Mark Lothars 'Lord Spleen' (11.11.1930). 1929 Gastspiel an der Städtischen Oper Berlin in Hans Pfitzners 'Christelflein'. 1930 sang sie bei den Festspielen von Bayreuth, wohin Arturo Toscanini sie verpflichtet hatte, den Hirtenknaben im 'Tannhäuser', dann auch den Waldvogel im 'Siegfried' 1932 wurde sie an die Städtische Oper Berlin verpflichtet (Debüt als Page Oscar in Verdis 'Maskenball'). Seit 1934 Mitglied der Staatsoper Berlin (Debüt als Leila in 'Pêcheurs de perles' von Bizet), an der sie länger als zwanzig Jahre an führender Stelle wirkte und, u.a. 1940 in der Uraufführung der Oper 'Andreas Wolfius' von Fried Walter, 1946 in der Premiere von Rimsky-Korssakows 'Sadko' mitwirkte. Sie gastierte oft an den Staatsopern von Hamburg und München und trat seit 1938 als ständiger Gast an der Wiener Staatsoper auf, wo sie 1952 die Anne Trulove in der Premiere von Strawinskys 'The Rake's Progress' sang. Gastspiel- und Konzertreisen trugen ihr in aller Welt den Namen der bedeutendsten deutschen Koloratursopranistin ihrer Generation ein. Sie wurde bei den Festspielen von Salzburg (bereits 1932 als Blondchen, 1953-54 als Zerline im 'Don Giovanni' und als Konzertsängerin) genauso gefeiert wie in den Jahren 1949-53 an der Metropolitan Oper New York, wo sie in der Eröffnungsvorstellung der Saison 1949-50 als Sophie im 'Rosenkavalier' debütierte. Sie sang dort bis 1952 auch die Königin der Nacht und die Gilda im 'Rigoletto'. Bereits 1938 war sie in Holland zu Gast, als sie in Amsterdam die Sophie im 'Rosenkavalier' sang, während des Zweiten Weltkrieges trat sie dort als Konstanze in der 'Entführung aus dem Serail' auf, in den Nachkriesggsjahren als Konzertsolistin. 1934-35, 1938 und in der Nachkriegsepoche (1947) gastierte sie an der Londoner Covent Garden Oper u.a. als Königin der Nacht, als Gilda und als Sophie im 'Rosenkavalier'. 1936 hörte man sie an der Oper von Rom, 1937 und 1939 in Oslo, 1941 am Théâtre de la Monnaie Brüssel, 1941 an der Grand Opéra Paris (als Konstanze), 1933 bei den Festspielen von Zoppot (als Marzelline im 'Fidelio'), in Bukarest und Barcelona, in Kopenhagen und am Teatro San Carlo Neapel. 1946-53 Konzertreisen in Nord- und Südamerika. 1948 bereiste sie Australien, 1953 Japan. Aus ihrem Bühnenrepertoire sind noch die Rosina im 'Barbier von Sevbilla', die Nedda im 'Bajazzo', die Traviata, die Olympia in 'Hoffmanns Erzählungen', das Ännchen im 'Freischütz', die Frau Fluth in den 'Lustigen Weibern von Windsor', der Cherubino in 'Figaros Hochzeit', die Agnes im 'Armen Heinrich' von H.Pfitzner, die Zerline in 'Fra Diavolo' von Auber und die Gretel in der 'Zaubergeige' von W.Egk nachzutragen. 1960-71 wirkte sie als Professorin an der Musikhochschule von Hamburg. Sie verbrachte ihren Lebensabend in Essen. Die Schönheit ihrer Stimme blieb ihr lange erhalten; 1955 nahm sie von der Bühne Abschied, ihren letzten Liederabend gab sie 1968 im Cuvilliés-Theater in München. Noch mit 80 Jahren trug sie im Deutschen Fernsehen das Schubert-Lied 'Im Abendrot' vor. Zu ihrem 85. Geburtstag 1985 zum Ehrenmitglied der Staatsoper Berlin ernannt. Sie fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Wiener Zentralfriedhof. Sie publizierte ihre Lebenserinnerungen unter dem Titel 'Auf Flügeln des Gesanges' (Zürich 1989). Koloratursopran von exquisiter musikalischer Schönheit, einer besonderen Klarheit der Diktion und hoher musikalischer Reife, in einem umfangreichen Opern-Repertoire wie im Liedgesang bewundert. Lit.: K.Höcker: 'Erna Berger' (Berlin, 1961). Sehr viele, schöne Schallplattenaufnahmen auf Columbia, HMV und Polydor. Bereits 1930 vollständige 'Tannhäuser'-Aufnahme aus Bayreuth (Hirtenknabe) auf Columbia. Sang die Gilda in vollständiger 'Rigoletto'-Aufnahme auf RCA und DGG. Auf Urania hörte man sie in den vollständigen Opern 'Hänsel und Gretel', 'Martha' und 'Hoffmanns Erzählungen'. Auf BASF Zerbinetta in integraler Aufnahme von 'Ariadne auf Naxos' von R.Strauss aus dem Jahre 1935, auf HMV Königin der Nacht in der 'Zauberflöte' unter Sir Thomas Beecham, auf Morgan Records Zerline im 'Don Giovanni' (Wien, 1953). Auch auf Langspielplatten durch zahlreiche Aufnahmen, besonders auf DGG, vertreten. Auf Bellaphon wurden vor allem Liedaufnahmen veröffentlicht; DGG-Video ('Don Giovanni').

 

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