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Bockelmann Rudolf
baritono

Seit 1911 Philologie- und Musikologiestudium an der Universität von Leipzig, dann Ausbildung seiner Stimme durch Oscar Laßner und Walter Soomer in Leipzig. Er nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil und wurde mehrmals verwundet. Seine Stimme wurde durch den berühmten Dirigenten Arthur Nikisch und den Bariton Karl Scheidemantel entdeckt. 1920 debütierte er am Stadttheater von Celle. Er sang 1921-26 am Opernhaus von Leipzig, wo sein professionelles Debüt als Heerrufer im 'Lohengrin' stattfand. 1926-32 war er an der Oper (Stadttheater) von Hamburg engagiert. Dort sang er in den Uraufführungen der Opern 'Das Wunder der Heliane' von Korngold (7.10.1927) und 'Die versunkene Glocke' ('La campana sommersa') von O.Respighi (15.11.1927), in Leipzig in 'Das Leben des Orest' von E.Kr|venek (19.1.1930), an der Berliner Staatsoper in Hans Pfiztners 'Das Herz' (14.11.1931, gleichzeitig erfolgte eine Aufführung in München), 'Der Prinz von Homburg' von Paul Graener (1935) und in 'Rembrandt van Rijn' von P.Klenau (23.1.1937 in der Titelrolle). In den Jahren 1932-44 gehörte er zu den prominentesten Künstlern der Staatsoper Berlin. 1928 wirkte er erstmals bei den Festspielen von Bayreuth mit. Bis 1942 wurde er dort als großer Wagner-Sänger bewundert; im einzelnen sang er in Bayreuth den Kurwenal im 'Tristan' (1928, 1930), den Gunther in der 'Götterdämmerung' (1928, 1930), den Fliegenden Holländer (1939-42), vor allem aber seinen unvergleichlichen Wotan in den Opern des Nibelungenrings, den er in den Jahren 1931-42 zum Vortrag brachte. Er gastierte an der Grand Opéra Paris (1934 als Hans Sachs), am Teatro Liceo Barcelona und 1930-32 an der Oper von Chicago. 1929-30 und 1934-38 ist er alljährlich an der Londoner Covent Garden Oper aufgetreten, vor allem als Wotan und als Hans Sachs; er gastierte weiter an den Opernhäusern von Brüssel, Amsterdam (1931 als Hans Sachs) und Antwerpen (1932), an den Staatsopern von Wien (1932-33) und München, an der Staatsoper von Budapest (1935), am Stadttheater Zürich, am Deutschen Theater Prag und 1941 mit dem Ensemble der Berliner Staatsoper an der Oper von Rom (als Hans Sachs); 1933 trat er in Stockholm als Konzertsänger auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte er Schwierigkeiten in der Fortsetzung seiner Karriere, da er in der Zeit des Nationalsozialismus mit der damaligen Kunst- und Theaterpolitik sympathisiert hatte. 1946-54 lebte er in Hamburg als Gesanglehrer und trat 1946-51 gelegentlich an der dortigen Staatsoper, aber auch an anderen kleineren Theatern auf. 1957 beendete er endgültig seine Karriere, als er am Stadttheater von Bielefeld sich als Hans Sachs vom Theater verabschiedete. Von seinen Bühnenpartien sind die Titelrolle in 'Giulio Cesare' von Händel, der Herr Fluth in Nicolais 'Lustigen Weibern von Windsor', der Amfortas im 'Parsifal', der Borromeo in 'Palestrina' von H.Pfitzner, der Orest in 'Elektrea' von R.Strauss, der Wilhelm Tell von Rossini, der Valentin im 'Faust' von Gounod, der Amonasro in 'Aida' und der Tonio im 'Bajazzo' zu nennen. Seit 1955 wirkte er Professor an der Musikhochschule Dresden. -- Verheiratet mit der Sängerin Maria Weigand (*8.10.1902 Hannover). Kraftvolle Heldenbaritonstimme, die im Wagner-Gesang Leistungen von höchster Intensität entwickelte. Auch als Konzertsolist bedeutend. Lit.: Berndt W.Wessling: 'Verachtet mir die Meister nicht' (1963). Schallplatten auf HMV, Columbia (darunter eine 'Tristan'-Aufnahme aus Bayreuth, 1928) und Telefunken. Viele Neuausgaben auf BASF, auf Acanta als Wotan in Szenen aus der 'Walküre' zu hören.

 

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