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Roberto Stagno on iTunes


Stagno Roberto
tenore

Der Künstler, der eigentlich Vincenzo Andrioli hieß und aus einer angesehenen Familie stammte, studierte in Mailand bei Giovanni Lamperti. 1862 erfolgte sein Bühnendebüt am Teatro San Carlos Lissabon in der Partie des Rodrigo in Rossinis "Otello". Er erregte erstes Aufsehen, als er 1865 am Teatro Real in Madrid den berühmten italienischen Tenor Enrico Tamberlik in der Titelpartie der Oper "Robert le Diable" von Meyerbeer ersetzte und in dieser Rolle, die seine Glanzrolle blieb, einen sensationellen Erfolg erzielte. 1868 hatte er in Moskau am dortigen Bolschoj Theater glänzende Auftritte, vor allem als Partner der berühmten Primadonna Désirée Artôt. Besonders beliebt war der Künstler in Madrid und seit 1879 in Buenos Aires, wohin er immer wieder zurückkehrte. 1886 heiratete er in Buenos Aires die große italienische Sopranistin Gemma Bellincioni (1864-1950), mit der er jetzt oft zusammen auftrat. 1888 sang er den Titelhelden in der Erstaufführung von Verdis "Othello" am Teatro Politeama von Buenos Aires (wenige Tage vor der Premiere der gleichen Oper am Teatro Colón ebenfalls in Buenos Aires). Auch in Italien hatte das Sängerehepaar eine glänzende Karriere; Roberto Stagno sang in Rom, Neapel und 1884 am Opernhaus von Florenz. In der Eröffnungssaison der Metropolitan Oper 1883-84 war er Mitglied dieses Opernhauses, wo er 1883 den Enzo in der amerikanischen Premiere von Ponchiellis "La Gioconda" sang. 1884 gab er Gastspiele am Théâtre-Italien in Paris in der letzten Saison dieses traditionsreichen Opernhauses. Zusammen mit Gemma Bellincioni wandte er sich im gegen Ende seiner Karriere der Interpretation von Partien in Opern des aufkommenden italienischen Verismo zu. So sang er am 17.5.1890 am Teatro Costanzi in Rom in der Uraufführung von Mascagnis "Cavalleria rusticana" die Rolle des Turiddu, während seine Gattin die Santuzza kreierte. Im gleichen Jahr wirkte das Sängerehepaar dort auch in den Uraufführungen von Nicola Spinellis Oper "Labilia" (8.3.1890) und von Vincenzo Ferronis "Rudello" (28.5.1890) mit, 1892 am Teatro Argentina Rom in "Mala vita" von Umberto Giordano, 1895 in Triest in der Uraufführung von Antonio Smareglias "Nozze Istriane". Roberto Stagno trat während dieser Zeit als Gast u.a. an der Wiener Hofoper (1893, 1894), an den Opernhäusern von Frankfurt a.M. (1893), Zagreb (1894), Brünn (Brno, 1894) und an der Berliner Kroll-Oper (1892) auf. Eine Tochter des Sängerehepaars, Bianca Stagno-Bellincioni (1888-1981), die selbst auch Opernsängerin war und 1913 in Graz debütierte, beschrieb das Leben ihrer Eltern in "Roberto Stagno e Gemma Bellincioni" (Mailand, 1945); Gemma Bellincioni gab ihre Memoiren unter dem Titel "Io ed il palcoscencio" (Mailand, 1920) heraus.

 

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