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Franz Nachbaur on iTunes


Nachbaur Franz
tenore

Er war Sohn eines Bauern und wollte ursprünglich Ingenieur werden. Er studierte dann jedoch Gesang bei Heinrich Sontheim in Stuttgart und ging 1855 als Chorist zu einer Wanderbühne, die damals in Basel Vorstellungen gab und bei dem Versuch, in Paris aufzutreten, in Konkurs geriet. Dort sang der junge, mittellose Sänger in Cafés und bei Privatveranstaltungen. Durch den Bankier Alfons Passavant aus Basel unterstützt, konnte er seine Ausbildung bei dem berühmten Pädagogen Francesco Lamperti in Mailand vollenden. 1857 kam es zu seinem Bühnendebüt in Passau. 1858 wurde er an das Hoftheater von Meiningen, 1859 an das Hoftheater von Hannover verpflichtet, 1860-63 sang er am Deutschen Theater von Prag. 1863-67 war er am Hoftheater von Darmstadt engagiert, 1867 war er zu Gast an den Hofopern von Berlin und München. 1868 wurde er an die Münchner Hofoper berufen, und länger als 25 Jahre blieb er nun der gefeierte erste Tenor dieses Opernhauses. Gastspiele trugen ihm in Wien und Leipzig, in Hamburg und Frankfurt a.M. (1885-86), in Wiesbaden, Mainz und Dresden glänzende Erfolge ein, doch blieb die Münchner Oper seine eigentliche künstlerische Heimat. Er wurde vor allem als Wagner-Interpret geschätzt, und er stand im Mittelpunkt von zwei wichtigen Uraufführungen von Wagner-Opern in München: am 21.6.1868 sang er den Walther von Stolzing in den "Meistersingern von Nürnberg" und am 22.9.1869 den Froh im "Rheingold". Als seine bedeutendste Kreation galt der Titelheld in Wagners "Lohengrin", den er auch 1878 bei einem Gastspiel in Rom sang. König Ludwig II. von Bayern war so begeistert von seiner Darstellung des Lohengrin, daß er dem Künstler für diese Partie eine silberne Ritterrüstung schenkte. 1882 war er am Drury Lane Theatre London zu Gast und sang hier den Adolar in "Euryanthe" von Weber. 1887 absolvierte er ein triumphales Gastspiel in Moskau. Von seinen weiteren Bühnenpartien seien genannt: der Lyonel in Flotows "Martha", der Raoul in den "Hugenotten" von Meyerbeer, der Loge im "Rheingold", der Siegmund in der "Walküre", der Titelheld in "Rienzi", der Tannhäuser und die Titelrollen in "Fra Diavolo" von Auber und "Alessandro Stradella" von Flotow. 1890 nahm er in der Partie des Chapelou in Adams "Postillon von Lonjumeau" in München von der Bühne Abschied. Neben der Kraft und der Steigerungsfähigkeit seiner Tenorstimme bewunderte man auf der Bühne immer wieder seine elegante Erscheinung, so daß man ihn als "den schönsten deutschen Tenor" bezeichnete. A. von Mensi schreibt über ihn: "Er war eigentlich weder ein besonders musikalischer noch intelligenter Sänger, aber er übertraf seine jüngeren Kollegen durch seine glänzende Erscheinung und durch den echten Tenorklang seiner Stimme ... Es hat wenige Künstler gegeben, die den Ruhm so bis zur Neige geschlürft haben ..." -- Sein Sohn Franz Nachbaur jr. (1873-1926) war Schauspieler und später Bühnenintendant in Meiningen.Lit.: A. von Mensi: "Franz Nachbaur" (Biogr. Jahrbuch, 7. Band, 1907).

 

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