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Velluti Giovanni Battista
soprano [ 1780 - 1861 ]

Er war in Ravenna Schüler von Abbate Calpi und von Stanislao Mattei in Bologna. 1800 kam es zu seinem Debüt in Forli. Nachdem er 1803 am Teatro San Carlo in Neapel und 1805-07 in Rom erste Erfolge gehabt hatte, eröffnete er die Opernsaison 1808-09 an der Mailänder Scala, indem er die Titelrolle in der Uraufführung der Oper "Coriolano" von Giuseppe Nicolini sang, wobei Isabella Colbran seine Partnerin war. Am 26.12.1809 wirkte er an der Scala in der Uraufführung von Simone Mayrs "Raoul di Crequi" mit. Er sang weiter an der Scala 1810-11 und 1813-14 in Opernpremieren von Vincenzo Federici und Vincenzo Lavigna und kreierte am 26.12.1813 dort den Arsace in der Uraufführung von Rossinis Oper "Aureliano in Palmira". Rossini war erbost über die zahlreichen von dem Sänger eingestreuten bravourösen Verzierungen, die den Fluß der Melodie störten. Dagegen beharrte Velluti auf dem traditionellen Recht des Sängers, seine besonderen technischen Fähigkeiten in einer Partie zu demonstrieren und dabei Änderungen in der Partitur vorzunehmen. Schließlich schwor er, nie mehr Musik von Rossini zu singen. Diese Differenzen wurden aber später wieder ausgeräumt und beide wurden schließlich gute Freunde. 1817-22 feierte man Velluti bei Auftritten in Wien und in St. Petersburg. Der Künstler setzte seine große Karriere in Italien, und hier vor allem in Venedig, fort, wo er 1822-23, 1824, 1826 und 1830 grandiose Erfolge hatte. In Venedig sang er am 7.3.1824 in der Uraufführung von Meyerbeers italienischer Oper "Il Crociato in Egitto" die Rolle des Armando, die Meyerbeer speziell für seine Stimme geschrieben hatte; seine Partnerin in der Rolle der Palmide war die große Primadonna Maria Malibran. 1825 debütierte er in der gleichen Partie, und wieder zusammen mit Maria Malibran, in England am King's Theatre London. Das dortige Publikum, das seit 1800 keinen Kastraten mehr gehört hatte, reagierte teils fasziniert, teils schockiert. Für die Saison 1826 hatte man ihm die Leitung des King's Theatre übertragen, und er trat dort in der Oper "Tebaldo ed Isolina" von Franceso Morlacchi und als Arsace auf. Aber die große Zeit der Kastraten war endgültig vorbei; seine Popularität nahm mehr und mehr ab; er mußte das Direktorium des King's Theatre niederlegen, nachdem es zu Streitereien wegen der Bezahlung der Choristen gekommen war. 1829 kam er nochmals nach London zurück; Mendelssohn hörte ihn hier in einem Konzert, fand aber sein Singen wenig geschmackvoll. Er war eigentlich der letzte große Kastrat. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war seine Stimme zart und volltönend zugleich, seine Tongebung war fein ausgebildet, doch war die Stimme wenig von Emotionen bewegt und hinterließ eher einen kühlen Eindruck. Zeitgenössische Berichte heben seine elegante äußere Erscheinung hervor; es wurde ihm nachgesagt, daß er mehrere Mätressen gehabt habe.

 

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