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| | Walther Ute | | mezzosoprano | 
| Die Mutter der Künstlerin war Sängerin, ihr Vater, der Dirigent war, fiel in den letzten Kriegsmonaten. Sie studierte an der Musikhochschule Berlin bei A.Orth und bei Adelheid Müller-Hess und begann ihre Bühnenkarriere 1968 am Staatstheater Schwerin als Octavian im "Rosenkavalier". 1974 kam sie von dort an das Volkstheater in Rostock, dem sie bis 1980 angehörte. 1980 wurde sie an die Staatsoper von Dresden berufen, an der sie sehr erfolgreich tätig war. Hier sang sie auch in den Gala-Vorstellungen zur Eröffnung der wieder aufgebauten Semper-Oper am 14.2.1985 den Octavian im "Rosenkavalier". Gastspiele trugen ihr an der Wiener Staatsoper große Erfolge ein, namentlich als Octavian und als Komponist in "Ariadne auf Naxos" von R.Strauss; sie nahm auch an der großen Japan-Tournee der Wiener Staatsoper teil. Weiter zu Gast am Bolschoj Theater Moskau, bei den Festspielen von Edinburgh, in Madrid und Lissabon. Seit 1986 Mitglied der Deutschen Oper Berlin. Mit deren Ensemble sang sie 1987 bei einer Japan-Tournee die Fricka und die Waltraute in den Opern des Nibelungenrings. 1989 gastierte sie an der Oper von Warschau wieder als Fricka und als Waltraute, 1990 am Opernhaus von Köln als Brangäne im "Tristan". Aus dem umfassenden Repertoire der Sängerin sind als Höhepunkte Partien wie die Ortrud im "Lohengrin", die Brangäne im "Tristan" (Deutsche Oper Berlin 1996), die Fricka und die Waltraute im Nibelungenring, die Magdalene in den "Meistersingern", die Dorabella in "Così fan tutte", der Cherubino in "Figaros Hochzeit", die Marthe im "Faust" von Gounod (Deutsche Oper Berlin 1996), die Carmen, die Amneris in "Aida", die Eboli in Verdis "Don Carlos", die Schankwirtin im "Boris Godunow" (Deutsche Oper Berlin 1995), der Octavian im "Rosenkavalier" und die Titelfigur in Tschaikowskys "Jungfrau von Orléans" zu nennen. Neben ihrem Wirken auf der Bühne war sie eine hoch begabte Konzertsängerin, vor allem eine große Bach-Interpretin.Die schöne Stimme der Sängerin ist auf Schallplatten der Marken Denon (Mitschnitt des "Rosenkavaliers" von der erwähnten Eröffnung der Semper-Oper 1985, 9. Sinfonie von Beethoven), HMV-Electrola ("Walküre") und Capriccio (ebenfalls 9. Sinfonie von Beethoven unter Herbert Kegel) zu finden. |
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