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Erika Rokyta on iTunes


Rokyta Erika
soprano

Tochter eines österreichisch-ungarischen Offiziers, der 1916 im Ersten Weltkrieg fiel. Der Bruder ihrer Großmutter war der berühmte Bariton Hans Feodor von Milde (1821-99), der lange Jahre in Weimar wirkte und in der dortigen Uraufführung von Wagners "Lohengrin" 1850 unter der Leitung von Franz Liszt den Telramund sang, während seine Gattin, die Sopranistin Rosa Agthe-Milde (1827-1906) die Elsa kreierte. Die Künstlerin verbrachte ihre Jugend in Wien, studierte dort Klavierspiel und Gesang und erwarb 1919 ihr Staatsdiplom als Musiklehrerin. In einem Singverein in Wiener Neustadt erregte ihre schöne Stimme Aufsehen, die dann durch Frau Singer-Burian weitergebildet wurde. 1925 gab sie ihren ersten Liederabend und begann eine Karriere als Oratorien- wie als Liedersängerin. 1933 erregte sie großes Aufsehen, als sie in Wien unter Bruno Walter ein Sopransolo in der 8. Sinfonie von Gustav Mahler vortrug. Sie wurde bald eine der bedeutendsten Konzertsopranistinnen für den deutschen Sprachraum, wobei ihre Stimme einerseits durch eine ungewöhnliche Schönheit in den hohen Lagen, anderseits durch ihre Ausdruckskraft und ihre Tonfülle ausgezeichnet war. In Wien nahm sie ihren Wohnsitz, wo sie Jahre hindurch bei den großen Konzertveranstaltungen auftrat, u.a. bei den Bruckner-Festen von 1936, 1946 und 1949, in der Uraufführung des Oratoriums "Das Buch mit sieben Siegeln" von Franz Schmidt 1938, unter Dirigenten wie Hans Knappertsbusch, Bruno Walter, Richard Strauss, Erich Leinsdorf und vielen anderen, in zahllosen Liederabenden und Rundfunksendungen. Bei den Salzburger Festspielen sang sie 1933 im Deutschen Requiem von Brahms und in Schuberts c-moll-Messe, 1936 in "Christus" von Liszt, 1937, 1947-48 und 1951 in Konzerten. Immer wieder gab sie Konzerte in Berlin, Köln und Hamburg, in Paris und zusammen mit dem Straßburger Domchor, in Dänemark und Schweden; in der Leipziger Thomaskirche trat sie als Bach-Interpretin hervor; weitere Konzerte in Brüssel, Zürich, Bern, Basel, Belgrad, Dresden, Graz und Danzig. Dabei enthielt ihr Repertoire alle großen klassischen Oratorienpartien in Werken von J.S. Bach, Händel, J.Haydn, Mozart, Beethoven, Johannes Brahms, Mendelssohn, Gustav Mahler bis hin zu zeitgenössischen Komponisten. Vortreffliche Leistungen im Liedgesang. Auf der Bühne trat sie nicht in Erscheinung, sang aber (vor allem Mozart-) Opernarien bei ihren Konzerten. 1948-52 Lehrerin am Konservatorium von Saarbrücken, 1959-64 Leiterin einer Liedklasse am Wiener Konservatorium, nachdem sie etwa 1955 ihre Karriere beendet hatte.Schallplatten der Marke Oiseau Lyre (Lieder von Schumann und Hugo Wolf, Oratorien- und geistliche Musik).

 

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