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| Boruttau Alfred | tenore | 
Er absolvierte zuerst ein Philologiestudium, das er mit dem Abschlußexamen und dem Doktorat beendete. Auf Anraten des berühmten Baß-Baritons Eugen Gura ließ er seine Stimme bei J.Hey in München und bei Giovanni Battista Lamperti ausbilden. Sein erstes Engagement fand er am Landestheater von Linz (Donau) und wurde dann 1905 als jugendlicher Heldentenor an die Wiener Hofoper verpflichtet. 1906 verließ er die österreichische Metropole und wurde an das Deutsche Landestheater in Prag berufen, dem er bis 1910 angehörte. Er trat als Gast u.a. 1907 am Opernhaus von Leipzig, 1910 am Hoftheater von Mannheim, 1908 am Theater von Brünn (Brno) auf. Seit 1912 wandte er sich, in Wien lebend, ganz dem Konzertgesang zu. Er wurde vor allem als Liedersänger bekannt, wobei er sich auch dem zeitgenössischen Liedschaffen widmete. So kreierte er in Wien die 'Lieder nach Ansichtskartentexten von P.Altenberg' von Alban Berg und 1914 den Klaus Narr bei der ersten Aufführung der 'Gurrelieder' von A.Schönberg in Leipzig. 1910-12 unternahm er große Konzerttourneen in Nordamerika, 1928 eine Baltikum-Tournee. Auf der Bühne sang er Partien wie den Tamino in der 'Zauberflöte', den Froh im 'Rheingold', den Lohengrin, den Siegmund in der 'Walküre', den Siegnot in der 'Rose vom Liebesgarten' von Hans Pfitzner, den Wilhelm Meister in 'Mignon' von A.Thomas, den José in 'Carmen', den Raoul in Meyerbeers 'Hugenotten', den Pelléas in 'Pelléas et Mélisande' und den Pinkerton in 'Madame Butterfly'. Seit 1920 wirkte er als gesuchter Gesanglehrer in München. Einer seiner Schüler war der bekannte Bassist Ludwig Weber. Von der Stimme des Sängers sind keine Schallplatten vorhanden. |
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